Wie man Weihnachten mit nur einem Satz systematisch ins Klo spült

Ich feier‘ Weihnachten. Und zwar so richtig. Im wahrsten Sinne der Floskel.

Ab dem 11.11. , seines Zeichens Pelzermärtl im schönen Mittelfranken aka Sankt Martin für’n Rest, rauscht meine Spotify-Weihnachts-Playlist in meiner Karre rauf und runter. Jeder potentielle Beifahrer, der diesbezüglich auch nur den leisesten Auftakt eines Nörgelns verlauten lässt, läuft. Punkt.

In dieser Zeit des Jahres macht meine soziopathische Ader Urlaub, ich werde wegen jedem Rotz sentimental, kippe Glühwein, suche Geschenke wie Scrat die Nuss in IceAge, gucke jeden Abend Beutolomäus und am 1. Weihnachtsfeiertag Aschenbrödel. Im Kika. Mit knapp 21. Aber hallo.

Folglich verstimmt es mich enorm, von mehr und mehr Menschen umgeben zu sein, die das höchste aller Christenfeste mit einem Satz verbinden, welcher unausweichlich ab spätestens der Hälfte der Kommunikationsdauer fällt, sobald das Gespräch auf die Feiertage fällt.

Wir schenken uns dieses Jahr aber nix, gell?“

DOCH, MANN!

Bitte nicht falsch verstehen, ich toleriere vollkommen, dass sich nicht jeder mit so einer, an Fanatie grenzenden Motivation in den Weihnachts-Wahnsinn des Kommerz und Konsums wirft. Man darf unkreativ sein. Man kann faul sein. Nur wenn ich dann die Aussage „ Ich brauch kein Weihnachten, um was zu schenken. Wie dämlich ist das denn? Kann ich doch machen, wann ich dazu Lust hab’“, möchte ich den den Kometenschweif des Weihnachtssterns bis nach Bethlehem kotzen.

Dicht gefolgt nur noch von ebenfalls brechreizförderndem Argument Numero Duo: „Was ich aussuch‘ , gefällt dir ja bestimmt dann eh nicht, machen wir mal lieber wieder so was.“

Weil es nicht um Konsum, ein bestimmtes Datum oder drecks Perfektionismus geht beim Schenken, verdammt nochmal! Ich liebe es Geschenke zu suchen, zu basteln, zu kaufen, mit der Vorstellung des Gesichts der anderen Person in meinem Kopf, wenn sie es schon alleine sieht, die Freude in den Augen, wenn sie/er/es es auspackt.

Wann sind wir bei einer Mentalität im Stil von „besser kein Geschenk als irgendein Geschenk“ angekommen? Dass Egoismus selbst auf Weihnachten übergreift im Sinne von „ ja, wenn der andere mir nichts schenkt, wieso soll ich dann was kaufen? Was hab ich denn davon?“

Ja, wieso auch mal der erste sein, der anderen einfach mal ne Freude macht? Scheiß mal auf Liebe verteilen und Aufmerksamkeit zeigen.

Und nicht, dass wir uns hier gender-mäßig diskriminiert fühlen, ich rede von Weiblein und Männlein gleichermaßen. Wenn auch zugeben werden muss, dass am 24.12 ( edit: dieses Jahr 23.12., stell mir grade die entsetzten Gesichter der, die’s verpennen vor und lache eventuell etwas böse) mir die Penisdichte in den Innenstädten dann doch etwas höher vorschwebt.

In diesem Sinne : das einzige Geschenk, dass n Schleifle drum rum nicht gleich viel hübscher macht, ist Luft, Kollegen und Kolleginnen. Und der Inhalt ist erst mal dermaßen zweitrangig, wenn man am Heiligen Abend von einem lieben abgehetzten Menschen mit roten Bäckchen ein Päckchen überreicht bekommt. Dass jemand an einen gedacht hat, ist nämlich so ziemlich das geilste überhaupt.

UND JETZT SCHWINGT EUREN ARSCH UND SEID EINMAL SÜSS, EH!!

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