I’m all about that beard

Ich. Liebe. Bärte. Fertig. Bis zum nächsten Mal, ne!

Späßle.

Jedoch- auch ernsthaft jetzt. Keine Ahnung, wo man die Bereiche „Phäno-Typ, der einen in Paarungsstimmung versetzt“ vom Fetisch trennt- bei mir reicht jedenfalls, seit ich Mann als solchen wahrnehme, eine ausgeprägte (GEPFLEGTE) Gesichtsbehaarung dafür, mein Östrogen-Level auf Schwangerschafts-Modus zu pushen. In 0 auf ca.0,34 Sekunden. Damit wir allerdings nicht aneinander vorbei reden, liebe Gemeinde- ich spreche von BÄRTEN, keinem Flaum, oder anderen Härchen, die es gerne sein würden. Zur Illustration dient das Titelbild dieses Beitrags. Habt’er mich? -‚kaaaaay.

Und ob Ihr’s glaubt ober nich‘, diese Präferenz hat sogar, wie so ca. jeder Gefühlsmüll in unserer ach so er-und durchforschten Akademiker-wir-wissen-alles-Gesellschaft, nen Namen: TRICHOPHILIE. Latein. Hach. Fühlt man sich doch gleich viel besonderer.

Vom ganzen Fachjargon mal abgesehen- was is’n jetzt so geil dran, an den Kerlen, die laut O-ton Großmutter “ aussehen, als wüssten sie nicht, wie man mit Messer und Gabel isst“ ?                                                                                                                                                           (seitdem ich ihr erzählt habe, dass gleich an zweiter Stelle in der optischen Kategorie Traummann möglichst großflächige Tattoos stehen, bin ich offiziell enterbt, sie hat’s zwar noch nicht ausgesprochen, aber sie plant es, das hab ich im Urin!)

ICH SAG’S EUCH!.

Erstens: neben so einem bärtigen Exemplar von Mann fühlt man sich automatisch süßer und weiblicher, egal, wie lange man wieder mal vergessen hat, seine Beine zu rasieren- sein Haarwuchs ist definitiv ausgeprägter und JEDER sieht es. HA!
Bartträger geben einem das Gefühl, sie könnten jeden Bären oder Säbelzahntiger der Moderne mit einem Schnipser erlegen, währenddessen noch Holz mit bloßen Händen hacken und allein ein Klavier in den 10. Stock tragen. So’n Fell im Gesicht schafft einfach die archaische Abgrenzung zwischen Weiblein und Männlein schlechthin. Völlig klischeehafte Weib-Keule-Höhle-Theorie. Alle Frauen, die mich also zwecks Bart hard-feelen-Schnuffis, wir können quasi gar nicht anders. Ist der Nestbau-Trieb, der da mit uns durchgeht und wir wollen nur das Bestehen der menschlichen Art sichern, eh!  Wenn wir die scheiß Viecher noch zusätzlich selber killen müssten, geht das Feuer aus und die Kinder machen Mist,mönsch!         

                                                                                                                                                                    An dieser Stelle ’n kleiner Lacher für zwischendurch: ich war damals im Abi-Ranking in der Kategorie „Größte Emanze“ auf Platz 2 – also, wieder was gelernt : ab 1,75 plus und ’ner großen Fresse, die man sich aus Prinzip nicht verbieten lässt, ist man so oder so nach gängigem gesellschaftlichem Empfinden schon in besagter Schublade aufzufinden. Wie man sich in seiner Rolle als Frau denn überhaupt fühlt und den Begriff „Mann“ seines Empfindens nach für einen selbst definiert , ist anscheinend scheißegal. Aber Fragen is‘ ja bekanntlich teuer, ne. Hi-gar nicht-hihi.

Zurück zum Thema:

Bärte fühlen sich meines Erachtens einfach nur mega gut an. Man kann sie kraulen, sie sind weich, ich mag’s, wenn sie einen kitzeln (die zweideutige Fraktion darf jetzt mal ne kollektive Schweigeminute einlegen, vielen Daaaank…obwohl…-NEIN!) und – Gesetz dem Fall, der Träger kümmert sich drum- riechen genauso gut wie frisch gewaschene Haare. Sind se ja auch, wa, nur halt im Gesicht. Zum Dahinschmelzen.                                            (Ganz unter uns: glaube an sich übrigens auch, dass es den sogenannten BOYL gibt, den Beard of your live, und danach sind alle anderen Bärte, die du noch näher erkunden kannst ein drecks-schwacher Trost, kann aber auch nur reine Spekulation sein. Befinde mich ja noch in der Erforschung des Metiers.

Wo wir grade beim Kümmern waren- ein Bart will, wie gesagt, gepflegt, gehegt und getrimmt werden ( also, alle 4 Monate bitte, oder so, wenn’s nach mir ginge). Als Frau biste somit endlich mal weg von der „DU besetzt das Bad immer soooooo lang“ und der „wieso machst Du diese sinnlose Beautykacke, siehst genauso aus wie vorher, mann!“-Postion. Ernsthaft, bei ihrem Face-Fur können wahre Bartträger zu ganz schön eitle Züge entwickeln und verdammt pingelig werden.(„Ich will nur MAAAHEIN Bartöl, kein anderes!“- „Ja wie , du checkst nicht, dass ich heute beim Barber war? Bist du blind, hm?!“- „Und das Zeug ist sicher silikonfrei?“)                                                                              Das Publikum beim Douglas-Sommer-Sale, ein Scheißdreck dagegen.

Jedoch, selbst wenn ich freudig registriere, dass der Gesichtstrend mehr und mehr ans haarige Ufer strömt und in den meisten Fällen Typen mit Bart automatisch um Weiten attraktiver aussehen- die Masse macht’s auch hier nich‘. Qualität über Quantität, Jungs. Stellt Euch mal ’ne Welt voller Frauen vor- alle blond, 70 D und braunäugig. Laaaaaaaangweilig. Alle Kerle tragen plötzlich einen Bartstyle.

LAAAAAAAANGWEILIG.                                                                                                        Genauso wie ich mit ’nem Longbob beschissen aussehen würde, ist der Vollbart ebenfalls -oftmals auch schon genetisch bedingt – nicht für jeden Kerl der obligatorische Höschen-Befeuchter, obwohl beides grade in ist.                                                                                      Mein Tipp: lasse er wachsen, akzeptiere er aber auch die Reaktionen seines Umfeldes und der Damenwelt, sowie die Erbanlage-bedingten Grenzen. Sehr gut erkennbar am Beispiel George Clooney – sieht meines Erachtens komplett daneben aus mit Bart. Keine Regel ohne Ausnahmen, lalilala.

Und ganz unter uns : Kollege, Du kannst den geilsten Bart der Welt haben, sollte dann allerdings das, was aus der Öffnung in deinem Gesichtsfell kommt, kompletter Müll sein, gehen wir eiskalt mit dem Glatt-Rasierten nach Hause. Reden und lachen ist nämlich fast noch bisschen cooler als nur deine Wolle zu kraulen.

… und der andere kann ja doch noch wachsen lassen 🙂

 

 

 

 

 

 

 

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